Anwendertagung - Teil 2

DONNERSTAG, 7. JUNI 2018

Ort: CongressCenter, EG, Raum Carl Zeiss rechts

Hinweis: Sie können Ihre favorisierten Vorträge direkt als Termin in Ihren Kalender exportieren. Hierzu wählen Sie die Vorträge einfach durch Häkchen-Setzung auf der rechten Seite aus und klicken anschließend auf das Download-Symbol oberhalb der Tabelle. Bitte exportieren Sie die Termine einzeln!

 
 
 
 
08:30 - 09:30
Check-In
09:30 - 09:35
Begrüßung Carl-Zeiss Saal
09:35 - 10:30

Die additive Fertigung ist eine aufstrebende Fertigungstechnologie für die Erdöl- und Erdgasindustrie und bietet ein großes Potential für Innovationen. Diese sind in allen Bereichen (Fullstream) der Erdöl- und Erdgasindustrie, wie die Erschließung von komplexen Erdöl- und Erdgasvorkommen und Produktion (Upstream), Transport der Rohstoffe (Midstream) sowie die Raffinierung und Weiterverarbeitung (Downstream) notwendig, um jetzt und in Zukunft Energie sicher und bezahlbar zu Verfügung zu stellen.
Im Vergleich zu Branchen wie die Medizin- oder Luft- und Raumfahrttechnik ist der Bedarf an additiv gefertigten Bauteilen in der Erdöl- und Erdgasindustrie noch klein. Dennoch sind die Anforderungen an die meist metallischen Bauteile zum Teil deutlich höher, sodass Fertigungstechnologien und Materialien der anderen Branchen nicht übernommen werden können. Bei den meisten Produkten wird neben einer hohen Festigkeit auch noch eine hohe Beständigkeit gegen Abbrasion, Erosion und Korrosion gefordert, was gerade unter den wirkenden meist dynamischen Belastungen z.B. bei Bohrvorgängen schwer zu erreichen ist. Zusätzlich müssen die Bauteile eine hohe Zuverlässigkeit aufweisen, um Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit bei Erschließung, Förderung, Transport und Weiterverarbeitung der Rohstoffe zu gewährleisten. All diesen Herausforderungen muss sich die junge Technologie der additiven Fertigung in der Erdöl- und Erdgasindustrie stellen.
Aufgrund der vielen Vorteile der additiven Fertigung wird der Ausbau der Technologie angefangen von der Forschung und Entwicklung über das Produktdesign bis hin zur industriellen Fertigung stark gefördert. Die Additive Fertigung bietet hier die Möglichkeit zur Herstellung von innovativen Bauteilen mit neuen Funktionen, die Verarbeitung neuer Materialien sowie eine signifikante Reduzierung von Produkteinführungszeiten. Von besonderem Interesse ist vor allem die dezentrale Fertigung von Bauteilen und Ersatzteilen, die eine schnelle Versorgung von entlegenen Standorten ermöglicht. Die additive Fertigung ist somit eine wichtige Technologie für Innovationen in der Erdöl- und Erdgasindustrie, die elementar für die Deckung des Energiebedarfs dieser und aller nachfolgenden Generationen sind.

Keynote 3
Christoph Wangenheim | Baker Hughes, a GE Company

Christoph Wangenheim hat Maschinenbau an der Leibniz Universität Hannover im
Diplomstudiengang studiert und diesen erfolgreich Ende 2008 abgeschlossen. Nach einem
Direkteinstieg als Fertigungsingenieur bei Baker Hughes in Celle, beschäftigt HerrWangenheim sich
seit 2012 mit der additiven Fertigung von metallischen Komponenten. Während eines Expat
Aufenthaltes für zwei Jahre imHeadquarter von Baker Hughes in Houston hat HerrWangenheimdie
additive Fertigung federführend im Konzern innerhalb einer internationalen Gruppe an zwei
Standorten (Houston und Celle) aufgebaut und geleitet. Seit Mitte 2016 ist Herr Wangenheim am
einem der größten Technologie Standorte in Celle für die additiven Fertigungstechnologien seitens
der Entwicklung, Material Qualifikation, Design und der Produktion von metallischen und
nichtmetallischen Komponenten für die Produktlinie Drilling Services verantwortlich.

10:30 - 11:00
Pause
Session 3
Moderation: Dr.-Ing. Sabine Sändig, Thüringer Aufbaubank
11:00 - 11:30

Qualifizierung additiv hergestellter Schäume zur Anwendung in der Fahrzeugabsicherung

Vortrag 3/1
Martin Friedrich | BMW Group

1988  born in Nuremberg
2007 – 2013  Master of Science, mechanical engineering
focus: Polymer- and design technology
Friedrich-Alexander-University Erlangen-Nurnberg
Since 2013 PhD Candidate
topic: generation of series-like properties with additive manufacturing
BMW Group, Munich – Additive Manufacturing Non-metal
 Supervisor: Prof. Dr.-Ing. Gerd Witt; University Duisburg-Essen
Supervisor: Dr.-Ing. Dominik Rietzel, BMW Group
Since 2016 Project lead pre-development
BMW Group, Munich – Additive Manufacturing Non-metal

11:30 - 12:00

Die durch die Fortschritte in der Entwicklung der LED-Technik ständig wachsenden Anwendungsbereiche erfordern zur Validierung der Berechnungen lichttechnische Prototypen auf höchstem Niveau. Nur wenige Verfahren, besonders reglementiert durch Materialeigenschaften und Genauigkeiten, sind hierfür geeignet. Die Firma Canto Ing. GmbH, mit 25 Jahren Markterfahrung als Dienstleister und Anbieter eigener Produkte, mit den Schwerpunkten Entwicklung, Prototypen, Werkzeugbau und (Klein-) Serienfertigung, zeigt den aktuellen Stand der Technik in Automotive, Elektrotechnik, Medizintechnik... auf. Als Inhaber eigener Patente und Entwickler und Anwender  verschiedenster Technologien der Lichttechnik, widerspiegelt der Vortrag die aktuellen Grenzen und Möglichkeiten.

Vortrag 3/2
Hagen Tschorn | Canto Ing. GmbH
12:00 - 12:30

Die Verwendung von metallischen Pulvern besitzt eine herausragende Bedeutung in der Additiven Fertigung von funktionalen Bauteilen. Zurzeit werden in Laser-basierten 3D-Druckverfahren hauptsächlich verschiedene Stähle, Aluminium- und Titanlegierungen eingesetzt. Für spezielle Anwendungen, wie z.B. in der Luft- und Raumfahrttechnik, der Medizintechnik und für Schmuckanwendungen spielen Sondermetalle, insbesondere hochschmelzende Refraktärmetalle und Edelmetalle eine besondere Rolle. Aufgrund ihrer Eigenschaften lassen sich diese Metalle und ihre Legierungen oft nur schwer mittels klassischer Herstellverfahren wie Schmelzen, Umformen und spanender Bearbeitung zu Komponenten fertigen. In dieser Präsentation werden die besonderen Herausforderungen in der Herstellung und Verarbeitung der Refraktär- und Edelmetalle in der Additiven Fertigung vorgestellt. Des Weiteren werden verschiedene Prototypen gezeigt und einen Ausblick auf mögliche Anwendungspotentiale gegeben.

Vortrag 3/3
Vera Jüchter | Heraeus Additive Manufacturing GmbH
12:30 - 14:00
Mittagspause und Besuch der Fachmesse
Session 4
Moderation: Dr.-Ing. Sabine Sändig, Thüringer Aufbaubank
14:00 - 14:30

Die DVS Fachgruppe (FG) 4.13 „Ausbildung in der Additiven Fertigung“ des Ausschusses für Bildung im DVS entwickelt national und international anerkannte Ausbildungsstandards in den Fachrichtungen Kunststoff und Metall. Die Zielgruppe für den einwöchigen Lehrgang sind Techniker, Meister, Ingenieure und wissenschaftliche Mitarbeiter. Der Lehrgang in der Fachrichtung Metall ist die optimale Vorbereitung für die Bedienerprüfung nach DIN 35225:2017-06 „Schweißen im Luft- und Raumfahrzeugbau - Prüfung von Bedienern für pulverbettbasierte Laserstrahlanlagen zur additiven Fertigung“. Vergleichbare Inhalte werden in einem weiteren Lehrgang auch für die Fachrichtung Kunststoff vermittelt.


Eine ausgebildete Fachkraft besitzt Kenntnisse in den folgenden Bereichen:
-Grundlagen der Additiven Fertigung
-Laserstrahlgenerieren von Bauteilen
-Qualitätssicherung bei Bauteilen
-Aufbau der Anlage für das Laserstrahlgenerieren
-Aufbereitung der Daten für einen Bauprozess
-Vorbereiten, Nachbereiten und Endbearbeitung der Fertigungsanlage


Eine Fachkraft besitzt ein systematisches Überblickswissen. Sie kennt die Fachbegriffe, die Prozesskette, die Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren in Bezug auf die Qualität, die Kosten sowie die Anwendungsgebiete und kann die Qualitätsmerkmale bewerten. Sie bedient die zur Verfügung stehende Anlagentechnik und kann beispielhaft ein Bauteil herstellen. Mit einer Ausbildung zur Fachkraft für Additive Fertigungsverfahren profitiert Ihr Unternehmen von unerlässlichen Kenntnissen für eine moderne Fertigung.

Vortrag 4/1
Marvin Keinert | DVS - Deutscher Verband für Schweißen und verwandte verfahren e.V.

Fachreferent für Laserstrahlschweißen und verwandte Verfahren im Deutschen Verband für Schweißen und verwandte Verfahren seit 2015

14:30 - 15:00


Die additive Fertigung drängt mehr und mehr in Richtung Serienproduktion. Damit kommen ganz neue Herausforderungen auf die Anwender der 3D-Druck-Technologie zu. Denn im Rahmen einer Serienfertigung gelten andere Bedingungen: Die Produkte müssen fertigungsgerecht ausgelegt sein und zuverlässig die vorgegebenen Spezifikationen einhalten. Dazu ist es notwendig, alle wichtigen Einflussgrößen richtig zu definieren und zu normieren. Die vielen Faktoren stehen jedoch in starkem Kontrast zu der geringen Anzahl an Fehlermustern. Hinzu kommt, dass die Standards nicht in allen Unternehmen bekannt, die Anforderungen teilweise sogar unvollständig sind. In dieser Situation stehen wir Ihnen zur Seite: Wir helfen Ihnen dabei, Ihre Prozesse richtig aufzusetzen, effizient zu überwachen und die Reproduzierbarkeit zu gewährleisten. Durch die Definition kritischer Parameter für den gesamten Entstehungsprozess helfen wir Ihnen, mögliche Risiken zu minimieren und Mängel wie Verzug, Undichtigkeit, Oberflächenfehler oder geringere Maßhaltigkeit zu vermeiden. Dabei berücksichtigen wir selbstverständlich auch, dass sich die Ansprüche an High-End-Fertigungsprozesse gravierend von jenen an die Prototyp-Herstellung unterscheiden.

Vortrag 4/2
Gregor Reischle | TÜV SÜD Product Service GmbH

Gregor Reischle, verantwortlich für die Additiven Fertigung beim TÜV SÜD. Er engagiert sich neben der Etablierung der 3D Druck Technologien im Produktionsumfeld für gelebtes Qualitätsmanagement, und Unternehmertum.
Aktuell arbeitet Gregor Reischle an der Entwicklung und Einführung von Dienstleistungen, die es den Herstellern im Bereich der Additiven Fertigung ermöglichen, die derzeitigen Grenzen im 3D-Druck hinter sich zu lassen und auch im regulierten Sektor in die Serienfertigung einzusteigen.

15:00 - 15:30

Aktuelle anwenderbezogene Aktivitäten im VDI Fachausschuss "Additive Fertigungsverfahren"

Vortrag 4/3
Dr. Olaf Rehme | Siemens AG
15:30
Ende
TOP